Potsdamer LINKE kürt Landtagskandidat:innen
Für die Potsdamer LINKE gehen Jörg Schindler, Isabelle Vandre und Stefan Wollenberg ins Rennen um die drei Potsdamer Wahlkreise 19, 21, 22. Fast genau ein Jahr vor der Landtagswahl befanden die Genossinnen und Genossen am Samstag darüber auf drei Versammlungen im Treffpunkt Freizeit.
Jörg Schindler (51), Kreisvorsitzender der Potsdamer LINKEN tritt im Potsdamer Norden und in Werder an. Er erklärt: „Zur Landtagswahl werben wir für einen Richtungswechsel: Weg von der Konkurrenz, hin zum 'solidarischen Wir'. Das gilt besonders für Arbeitswelt. Der Vergabemindestlohn muss dringend armutsfest sein. Öffentliche Aufträge gehen nur an Unternehmen mit Tarifbindung und Betriebsrat. Durch eine eigene Beschwerdestelle und engmaschige Kontrolle setzen wir diese Regeln durch. Zudem: Wir schaffen endlich einen Fonds für Investitionen und einen landesweiten öffentlichen Beschäftigungssektor.“ Schindler wurde ohne Gegenkandidat:in mit 83,3 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt.
Isabelle Vandre (34), die bereits dem aktuellen Landtag angehört und erneut einziehen möchte, tritt im Wahlkreis 21 (Innenstadt, Potsdam-West, Babelsberg) an: „Wir können die Mietenkrise abwenden, dafür müssen wir allerdings den Wohnraum dem Markt und damit der Spekulation entziehen. Auch die Kommunen müssen bessere Handlungsmöglichkeiten erhalten, indem ihnen bspw. die Vergesellschaftung von Wohnraum eröffnet wird. Das Grundrecht auf Wohnen, Gemeinwohlorientierung und die Stärkung der Rechte von Mieter:innen müssen Ausgangspunkt aller wohnungspolitischen Entscheidungen werden. Davon sind wir in Brandenburg weit entfernt, das will ich ändern.“ Vandre erhielt ohne Gegenkandidat:in 97,4 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Stefan Wollenberg (46), Fraktionsvorsitzender von Sozial.DIE LINKE in der Stadtverordnetenversammlung kämpft im Potsdamer Süden um den Einzug: „In der Kommune sind wir fast täglich mit den Folgen schlechter Landespolitik konfrontiert: Allein im Bildungsbereich gibt es so viele Baustellen, dass es höchste Zeit für eine andere Politik wird. Wir brauchen eine Lehrkräfte-Offensive, kleinere Klassen und individuelle Förderung statt des Festhaltens am mehrgliedrigen Schulsystem. Bildungsgerechtigkeit bedeutet ein warmes Mittagessen für jede:n, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Lehr- und Lernmittelfreiheit für alle, egal ob Füller, Lehrbuch oder Laptop. Dafür möchte ich mich im Landtag einsetzen – damit es Potsdamer Familien besser geht!“ Wollenberg wurde mit 73,3 Prozent der abgegeben Stimmen gewählt.
